Manchmal merkt man erst im Nachhinein, dass man an etwas gearbeitet hat, das einen selbst verändert hat.„War Games“ ist kein Album, das ich geplant habe. Es ist ein Album, das sich aufgedrängt hat.
Zwischen Nachrichtenmeldungen, politischen Statements und dieser seltsamen Gewöhnung an Eskalation ist irgendwann ein Gefühl entstanden, das sich nicht mehr ignorieren ließ:
- Dass Krieg wieder erklärbar geworden ist.
- Dass Gewalt wieder rational klingt.
- Dass Angst wieder als Strategie verkauft wird.
Ich wollte verstehen, warum.
Wenn sich Geschichte plötzlich nah anfühlt
Wir leben in einer Zeit, in der Konflikte oft wie entfernte Ereignisse wirken – bis sie es plötzlich nicht mehr sind. Bis sie in Gesprächen auftauchen, in Entscheidungen, in Stimmungen.
Krieg beginnt nicht erst mit Soldaten.
Er beginnt mit Worten.
Mit Bildern.
Mit Denkweisen.
Mit der Idee, dass Kontrolle wichtiger ist als Vertrauen.
Dass Stärke wichtiger ist als Zuhören.
Dass Wiederholung sicherer ist als Veränderung.
„War Games“ ist aus diesem Gefühl entstanden: aus der Beobachtung, dass wir immer wieder dieselben Geschichten erzählen – und uns wundern, dass sie immer gleich enden.
„Old White Men“ – ein Lied über Angst vor Veränderung
Die erste Single des Albums heißt „Old White Men“. Ein Titel, der Reaktionen auslöst. Und genau das zeigt, wie sensibel das Thema ist. Für mich ist dieser Song kein Angriff. Er ist ein Bild.
Ein Bild für Macht, die sich selbst schützt.
Für Führung, die aus Gewohnheit handelt.
Für Entscheidungen, die getroffen werden, weil sie schon immer so getroffen wurden.
Es geht nicht um Alter.
Nicht um Hautfarbe.
Nicht um einzelne Menschen.
Es geht um ein Denken, das sich weigert loszulassen.
Musik als leiser Widerstand.
Ich habe dieses Album nicht gemacht, um laut zu sein.
Kunst darf unbequem sein!
Ich glaube daran, dass Kunst Räume öffnen kann.
Räume, in denen Zweifel erlaubt sind.
Räume, in denen wir uns eingestehen dürfen, dass wir nicht alles verstehen.
Räume, in denen wir uns vorstellen können, dass Zukunft anders aussehen könnte.
Über den Moment, in dem man erkennt, dass Gewalt kein Naturgesetz ist.
Dass Macht nicht ewig hält.
Dass Veränderung möglich ist.
Und dass Hoffnung manchmal genau dort entsteht,
wo jemand den Mut hat, eine alte Geschichte nicht mehr weiterzuerzählen.
Links zum Album:
Spotify: https://open.spotify.com/album/1PDlcXcoBfB0MGLVyeatAz?si=M7FaAKsJRcO3rZWx9elsAw
Apple Music: https://music.apple.com/at/album/war-games/1865115034?l=en-GB
Amazon Music: https://www.amazon.de/War-Games-Luna-Starborn/dp/B0GD2N3P8X