4. Oktober 2022
NFT und KI

Smarte Fusion: NFTs und Künstliche Intelligenz

Von NFTs zu iNFTS.

Non-fungible Tokens (NFTs) wurden im Jahr 2021 zum Haupttrend in der Blockchain-Welt erkoren. Mit einem Wert von nahezu $ 41 Billionen revolutionierten sie nicht nur den Kunstmarkt, sondern dominierten auch den Einsatzbereich von Kryptowährungen. Dieser Erfolg machte globale Schlagzeilen und führte schlussendlich dazu, dass NFT vom weltbekannten Collins Dictionary zum Wort des Jahres ernannt wurde. 

Was sind NFTs?

NFTs sind digitale Eigentumszertifikate für physische und virtuelle Vermögenswerte. Sie werden über eine Blockchain – dieselbe Technologie, die auch bei Kryptowährungen zum Einsatz kommt – verifiziert sowie gespeichert und anschließend auf digitalen Marktplattformen gehandelt. Obwohl der Ursprung dieser Technik bereits auf das Jahr 2013 zurückgeht, trat der globale Boom erst im März 2021 ein. In diesem Monat wurde das digitale Kunstwerk „Everydays – The first 5000 Days“ des Künstlers Beeple für mehr als $ 69 Millionen versteigert. Mithilfe der NFT-Technologie erhielten die beiden Käufer die Garantie über die Echtheit und Einzigartigkeit sowie das Recht auf Eigentum an dem Werk.

Everydays: the First 5000 Days
Everydays: the First 5000 Days by Mike Winkelmann (a.k.a. Beeple), Quelle: Wikipedia

 

Dieser Meilenstein führte zu einem rasant wachsenden Markt mit einer neuen Form des Konsums. Von Kunst über Ticketverkäufe, digitale Immobilien, digitale Sammelkarten, Gaming-Items bis hin zum Verkauf der ersten Vodafone-SMS: Die Anwendungsfelder scheinen bis dato nahezu grenzenlos. Als mittlerweile zentraler Bestandteil der Konsumkultur und aufgrund der wachsenden Kommerzialisierung stellt sich nun allerdings die Frage, wie die Zukunft von NFTs für die breite Masse smarter gestaltet werden kann. Als Lösung bietet sich hierbei der Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf unterschiedlichsten Ebenen an.

Intelligente Infrastrukturen

Aktuell gibt es eine Flut an NFTs, in der sich unerfahrene User:innen nur schwer zurechtfinden. Künstliche Intelligenz kann dafür genutzt werden, um auf den NFT-Märkten ein lernendes Empfehlungssystem aufzubauen, das die Produktanzeige an die Vorlieben der User:innen anpasst und parallel Daten für die Optimierung sammelt.

GAN-Kunst als NFTs

Der futuristische Stil von GAN-Werken und der moderne Denkansatz von NFTs bilden eine ideale Basis für eine erfolgreiche Kollaboration. So können mithilfe der GAN-Technologie KI-generierte Kunstwerke erstellt und anschließend auf NFT-Plattformen gehandelt werden.

GAN Kunst von noah9000 creative AI
Beispiel für GAN generierte Kunst von noah9000 creative AI, die als NFT angeboten wird. Quelle: opensea NFT marketplace

Metaverse und iNFTs

Als virtuelles 3-D-Universum eröffnet Metaverse ein unglaubliches Potenzial für NFT-Anwendungen. Um in dieser digitalen Welt aufzufallen, kann Künstliche Intelligenz für die Erstellung eines intelligenten Avatars genutzt werden, der sich anschließend im Metaverse bewegt und mit NFTs unterschiedlichster Kategorien handelt.  Das Tech-Unternehmen Alethea AI befindet sich aktuell in einem Entwicklungsprozess derartiger iNFTs, die es User:innen ermöglicht, fortlaufende Dialoge mit einem KI-Charakter zu führen.

Die Symbiose aus NFTs und Künstlicher Intelligenz schafft somit Raum für zahlreiche Einsatzmöglichkeiten, die bereits in naher Zukunft viele Branchen maßgeblich beeinflussen könnten – insbesondere mit Blick auf den Ausbau von Metaverse.

 

Simone Salomon

Simone Salomon ist seit 2014 als Konzepterin und Texterin mit digitalem Fokus in der Werbebranche tätig. Beginnend im Bereich der Sozialen Medien über Crossmediale Kampagnen lenkte sie ihre berufliche Laufbahn schlussendlich zum kreativen Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Die gemeinsame Zusammenarbeit mit Michael Katzlberger führte nicht nur zahlreiche Werbe- und Wissenschafts-Awards sondern inspirierte sie auch zu ihrer aktuellen Masterthesis „GAN-Bilder: Eine kreative Revolution“.

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