Die Ballade von John Henry – Mensch gegen Maschine

Die Legende von John Henry - Mensch gegen Maschine

John Henry ist ein legendärer US-amerikanischer Volksheld, dessen Historizität umstritten ist. Die Legende besagt, dass John Henry, ein Afro-Amerikaner, in den 1840er oder 1850er Jahren in North Carolina oder Virginia als Sklave geboren wurde. Berühmt wurde er durch seinen Wettstreit mit einer Dampfmaschine.

John Henry wurde nach dem Krieg freigelassen und  als „steel-driving man“ für das Eisenbahnunternehmen C&O Railroad eingestellt, das eine Strecke von der Chesapeake Bay bis zum Ohio Valley verlängerte. Er galt als der stärkste und schnellste Mann, der an den Schienen arbeitete und verbrachte seinen Tag damit, Löcher zu bohren, indem er dicke Stahlspitzen in Felsen schlug.

Mensch gegen Maschine – John Henry im Wettstreit
Als eines Tages diese Arbeit von neuen, dampfgetriebenen Hämmern erledigt werden sollte, bot sich Henry an, einen Wettkampf mit diesen neuartigen Bohrhämmern aufzunehmen. Viele glauben, dass John Henrys berühmter Wettbewerb zwischen 1869 und 1871 im Big Bend Tunnel bei Talcott, West Virginia, stattfand.

Der Legende nach siegte John Henry, brach aber danach vor Erschöpfung tot zusammen. Als Symbolfigur ist John Henry in der US-amerikanischen Arbeiterbewegung von Bedeutung.

John Henry- Mensch gegen Maschine
Statue von John Henry am Rande von Talcott Summers County, West Virginia. Quelle: Wikimedia


Die Ballade von John Henry

Die Geschichte von John Henry wird in einem klassischen Volkslied erzählt, das in vielen Versionen existiert. Es wurde als „Ballade von John Henry“ unter Einbeziehung des „Take the Hammer“-Motivs vielfach musikalisch umgesetzt (z. B. von Johnny Cash, Van Morrison, Bruce Springsteen, Harry Belafonte, Jerry Lee Lewis, Leadbelly u. a.). Sie dient auch als Vorlage für Geschichten, Theaterstücke, Bücher und Romane.

 

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