3. Februar 2026
AGI -Artificial General Intelligence

Mitbegründer von Google Deepmind sieht 50-50 Chance für AGI bis 2028

Artificial General Intelligence, kurz AGI steht als monumentales Ziel im Bereich der KI-Forschung, mit dem Bestreben, Maschinen zu schaffen, die in ihrem Denken, Problemlösen und Lernen der menschlichen Intelligenz ebenbürtig sind. Anders als spezialisierte KI-Formen, die für bestimmte Aufgaben entwickelt werden, verspricht AGI eine vielseitige, anpassungsfähige Intelligenz, die der menschlichen Kognition vergleichbar ist. In einem Interview mit Dwarkesh Patel prognostiziert Shane Legg, Mitbegründer von Googles DeepMind, eine 50-50 Chance, AGI bis 2028 zu erreichen.

Der aktuelle Stand der AGI-Forschung

Jüngste Diskussionen um AGI wurden von Prognosen führender Köpfe in der KI-Forschung beeinflusst.  Diese Vorhersage stimmt mit dem wachsenden Interesse und den Investitionen in der KI-Forschung überein, insbesondere von Unternehmen wie OpenAI, deren CEO Sam Altman sich AGI als nützlichen Akteur für intellektuelle Aufgaben vorstellt. Die Pressemeldungen, die sich  um das mysteriöse Projekt „Q*“ ranken, haben die Diskussion verstärkt.

Das Verständnis der Komplexität von AGI

Das Streben nach AGI beinhaltet die Auseinandersetzung mit der komplizierten Natur der menschlichen Intelligenz selbst. Die Definition von AGI ist untrennbar mit unserem Verständnis der menschlichen Kognition verbunden, einem vielschichtigen und komplexen Konstrukt. Legg weist auf die Herausforderung hin, einen umfassenden Satz von Tests zu erstellen, um KI gegen die unzähligen Fähigkeiten der menschlichen Intelligenz zu evaluieren, wie etwa episodisches Gedächtnis und das Verständnis komplexer visueller Eingaben wie Streaming-Videos.

Technische Herausforderungen und Innovationen

Ein wesentliches Hindernis in der Entwicklung von AGI ist das Skalieren von KI-Trainingsmodellen. Aktuelle Bemühungen, wie die hinter großen Sprachmodellen wie OpenAIs GPT-4, erfordern immense Rechenleistung und Energie. Legg betont die Notwendigkeit effizienterer, skalierbarerer Algorithmen, die große Datenmengen effizient nutzen können. Er glaubt, dass die KI-Industrie bereit ist, diese Herausforderungen anzugehen, insbesondere in Bezug auf Rechenleistung und Datenverarbeitungskapazitäten.

AGI bis zum Ende unseres Jahrzehnts?

Trotz des Optimismus bewahrt Legg eine ausgewogene Sichtweise und erkennt die inhärenten Unsicherheiten in diesem ehrgeizigen Unterfangen. Der Mitbegründer von Google Deepmind sieht 50-50 Chance für AGI bis 2028 und reflektiert einen vorsichtigen Optimismus, der mit einer Anerkennung der unvorhersehbaren Natur der Forschung und Entwicklung in diesem Bereich einhergeht.


Podcast von DWARKESH PATEL, 26 OCT 2023
Shane Legg (DeepMind Founder) – 2028 AGI, New Architectures, Aligning Superhuman Models:

https://www.dwarkeshpatel.com/p/shane-legg?utm_campaign=post&utm_medium=web


AGI bis 2028?

Die Reise zur AGI ist nicht nur eine technologische Suche, sondern auch eine tiefgreifende Erforschung dessen, was Intelligenz bedeutet. Sie fordert uns heraus, die Komplexitäten des menschlichen Denkens zu verstehen und nachzubilden, und verschiebt die Grenzen dessen, was Maschinen leisten können. Ob wir AGI bis 2028 erreichen oder nicht, die Reise selbst verändert unser Verständnis von Intelligenz, sowohl künstlicher als auch menschlicher.

TED Interview über das transformative Potenzial von AGI

Als Mitbegründer von Google DeepMind treibt Shane Legg eine der größten Veränderungen in der Geschichte voran: die Entwicklung von künstlicher allgemeiner Intelligenz (KI). Er stellt sich ein System mit menschenähnlicher Intelligenz vor, das exponentiell schlauer ist als die heutige KI, mit grenzenlosen Möglichkeiten und Anwendungen. Im Gespräch mit TED-Chef Chris Anderson erkundet Legg die Entwicklung der AGI, wie die Welt aussehen könnte, wenn sie da ist – und wie man sie sicher und ethisch korrekt entwickelt.

 

Michael Katzlberger

Michael Katzlberger widmet sich mit Leidenschaft dem Thema Künstliche Intelligenz in der Kreativindustrie, berät Unternehmen und gibt sein Wissen in Seminaren, Lehrveranstaltungen und Gastvorträgen im In- und Ausland weiter. Sein Schwerpunkt liegt hierbei darauf, das Thema KI zu entmystifizieren, um es EPUs, KMUs und der breiteren Öffentlichkeit besser zugänglich zu machen. 2022 gründete er 3LIOT.ai, eine hybride Kreativagentur aus Mensch und KI. Das Ziel: Die Grenzen menschlicher Kreativität zu erweitern.

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