2. Dezember 2021
Paul McCartney Beck DeepFake

Paul McCartney nutzt Deepfake für neues Musikvideo

 Im neuen Clip zu „Find My Way“, dem gemeinsamen Song der beiden Künstler aus dem McCartney-Remix-Album „McCartney III Imagined“, porträtiert der Musiker und 8-fache Grammy-Gewinner Beck mittels Deepfake-Technologie einen jungen Paul McCartney. Das Video ist ein weiteres, beeindruckendes Beispiel für den kreativen Einsatz von KI in der Kreativindustrie.

Der Ex-Beatle, Sir Paul (79) tanzt in „Find My Way“ als rüstiger Jüngling in einem Hotelkorridor und hat dabei sein graues Haar und seine leicht faltige Visage abgelegt. Es ist ein fast psychedelisch wirkender visueller Trip, der die Grenzen von Zeit, Raum und Identität verschwimmen lässt. Am Ende des Musikvideos nimmt der falsche McCartney seine „Maske“ ab und enthüllt, dass er die ganze Zeit Beck war.

Der Clip wurde von Andrew Donoho (Janelle Monae, The Strokes, Khalid) inszeniert, von Phil Tayag (Bruno Mars, Jabbawockeez) choreografiert und von Hyperreal koproduziert, einem Unternehmen, das sich auf die Erstellung hyperrealistischer digitaler Avatare spezialisiert hat.

 

„The technology to de-age talent and have them perform in creative environments like this is now fully-realised, even with one of the most recognised faces in the world“ –  Remington Scott, CEO Hyperreal

Hochgeschwindigkeitskameras und DeepFake Talent

Besonders stolz ist man auf die Zusammenarbeit mit dem Post-Production Talent Shamook, der schon mit zahlreichen außergewöhnlichen DeepFake-Produktionen von Batman bis Star Wars auf sich aufmerksam gemacht hat. Parallel dazu scannte Hyperreals Advanced Technology Group Paul McCartney in Los Angeles mit einer Reihe von Hochgeschwindigkeitskameras, um 4D-Gesichtsdarstellungen zu rekonstruieren.

McCartneys und Becks Version von „Find My Way“ erschien auf McCartney III Imagined, dem Remix-Album für McCartneys im Dezember 2020 erschienene LP McCartney III. Die komplette Remix-Sammlung wurde im April auf den Streaming Plattformen veröffentlicht und wird am Freitag, den 23. Juli auf Vinyl erhältlich sein. Weitere Remixe stammen von Phoebe Bridgers, St. Vincent, Khruangbin, Blood Orange, Damon Albarn, Josh Homme, Idris Elba und vielen mehr.

Wie erstellt man ein DeepFake Video?

Für Deepfake Videos wie „Find my Way“ kommt eine spezielle KI Technologie zum Einsatz, um das Gesicht einer Person auf eine andere zu übertragen. Diesen Prozess nennt man auch „Face Swapping“. Im Falle von Deepfakes tauscht die Software aber nicht nur das Gesicht, sondern passt auch den Gesichtsausdruck der Person an.

Wenn die Figur der Person der des potentiellen „Opfers“ sehr ähnlich ist, wie es bei Beck und McCartney der Fall ist, kann das gefälschte Video unglaublich real aussehen. Die KI-Anwendung analysiert dabei Hunderte von Fotos und Videos, die von McCartney zur Verfügung stehen. Daraus entsteht ein Modell, mit dem gearbeitet wird. Diese Aufnahmen werden dann in einem aufwändigen Rechenprozess in das Beck-Video eingebettet, bis der Gesichtsausdruck völlig störungsfrei ist.

Der Prozess der Erstellung eines Deepfakes-basierten Videos ist sehr rechenintensiv kann deshalb sehr lange dauern, selbst wenn man nur kurze Clips verwendet.

Marilyn Monroe, Elon Musk Ageing und das De-Ageing

Seit 2018 beschäftigen wir uns auch wir intensiv mit dem DeepFake Phänomen, das schon das eine oder andere Kreativprojekt bereichert hat. So haben wir 2020 das Grazer Performanceduo Jula Lena mit einem Marilyn Monroe DepFake Video unterstützt, das das Bühnenbild ergänzte.

 

In einem aktuellen Video-Experiment haben wir Elon Musk altern lassen bzw. ihn auch verjüngt. Die Technologie, die wir hier einsetzen, entspricht in etwa der aus „Find my Way“.

 

Wir erarbeiten ihr DeepFake Modell!

Videos wie diese zeigen das schier unbegrenzte Kreativpotenzial, das diese Technologie für den Einsatz in der Kreativbranche bietet. Wenn sie Interesse an der Kreation und Produktion von DeepFake-Kreativprojekten haben, wenden sie sich bitte gerne vertrauensvoll an uns!

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Michael Katzlberger

Michael Katzlberger war von 2001-2021 Geschäftsführer von TUNNEL23, einer der führenden, meistausgezeichneten digitalen Kreativagenturen in Österreich. Seit 2016 widmet sich Katzlberger intensiv dem Thema Künstliche Intelligenz in der Kreativindustrie, berät Unternehmen und gibt sein Wissen in Seminaren, Lehrveranstaltungen und Gastvorträgen im In- und Ausland weiter. Sein Schwerpunkt liegt hierbei darauf, das Thema KI zu entmystifizieren, um es EPUs, KMUs und der breiteren Öffentlichkeit besser zugänglich zu machen.

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