Supercomputer Aurora 21 wird ab 2021 das menschliche Gehirn abbilden.

Aurora A21

In den letzten Jahrzehnten wurde die Idee, die Verbindung – oder die miteinander verbundenen neuronalen Bahnen des Gehirns (die weiße Substanz) – abzubilden, für unmöglich gehalten. Nun plant eine Gruppe von Wissenschaftlern aus Lemont, Illinois genau das zu tun.

Wissenschaftler des Argonne National Laboratory planen dafür einen Supercomputer namens Aurora 21 (A21) einzusetzen. Das Projekt könnte –  sofern erfolgreich – eine der größten Errungenschaften der neueren Wissenschaftsgeschichte sein.

Intel, IBM und andere Technologieriesen arbeiten derzeit zusammen, um diesen atemberaubenden Supercomputer zu entwickeln, der gleichzeitig einen Quintillion-Operationen simultan ausführen wird können. Es wird der erste exascale Supercomputer in den USA sein und soll 2021 in Betrieb gehen. Ursprünglich berichtete das US-Energieministerium (DOE) von einer Enthüllung im Jahr 2023. Die USA, Japan und China befinden sich in einer Art Supercomputer-Rüstungswettlauf. Durch die Ankündigung Chinas, bis 2020 einen eigenen (exascale Supercomputer) zu haben, hat die DOE ihren Zeitplan nachgeschärft und das Projekt priorisiert.

Laut Science Magazine haben sich IBM und sein Partner NVIDIA, die Macher von Summit, darauf konzentriert, Zentraleinheiten (CPUs) mit grafischen Verarbeitungseinheiten zu verbinden, die für Berechnungen bei komplexen visuellen Simulationen schneller und effizienter sind. Intel und Cray haben sich seit langem zum Ziel gesetzt, die Anzahl der parallel arbeitenden CPU’Kerne‘ zu erhöhen und schnelle Verbindungen zwischen ihnen herzustellen.

Der A21 wird voraussichtlich Hunderte von Millionen Dollar kosten und einen viertel Hektar Land beanspruchen. Tausende von Kilometern Kabel müssen verlegt werden, der Supercomputer wird einen Stromverbrauch einer mittelgroßen Stadt haben.

Die Forscher glauben, dass uns die Ergebnisse des A21 einen besseren Einblick in die menschliche Psyche, in das Denken, Lernen und Verhalten geben und uns helfen werden, Krankheiten wie Autismus und Schizophrenie besser zu verstehen.

Um die Ankündigung des DOE über die Erstellung dieses Supercomputers zu hören, klicken Sie hier (Video aus dem Jahr 2015):

Michael Katzlberger ist Gründer und Geschäftsführer von TUNNEL23, einer der führenden, unabhängigen Agenturen für digitale Werbung in Österreich. Nach der Gründung 2001 entwickelte er mit einem kompetenten und hungrigen Team das Unternehmen auf mittlerweile 25 Mitarbeiter und spezialisierte sich auf digitale Sonderwerbeformen aller Art. Seit den 90er Jahren beschäftigt er sich in erster Linie mit innovativen Projekten zur Weiterentwicklung digitaler Werbeformen, insbesondere im Online und Mobile Bereich sowie Artificial Intelligence in der Werbung.

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